"Tag der offenen Tür" bei Feuerwehr am 19. Oktober 2008
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HARPSTEDT (ck) Keine zwei Minuten nach dem
Sirenengeheul hörten die Harpstedter die ersten Martinshörner. Die ersten
Schaulustigen standen schon vorher an der Unfallstelle im Zentrum.
Allerdings handelte sich nicht um einen wirklichen Zusammenstoß zweier
Autos, sondern um eine eindrucksvolle Simulation der Rettung von Verletzten.
Damit sowie durch weitere Vorführungen während ihres "Tags der offenen Tür
bewiesen die Mitglieder der Harpstedter Feuerwehr ihr Können. "Wir wollten
den Gästen unsere ehrenamtliche Arbeit zeigen, aber dafür sollten sie nicht
zu weit vom Feuerwehrhaus laufen müssen", erklärte Harpstedts
Ortsbrandmeister Eric Hormann.
Denn dort sowie rund um das Gebäude gab's ebenfalls jede Menge "Action". Die Kinder durften am Stand der Jugendfeuerwehr mit dem Wasserschlauch zielen, auf Stelzen laufen, auf den Pedalos treten und am Glücksrad drehen, während die "großen" Feuerwehrleute das richtige Löschen eines Fettbrands demonstrierten. Schon am Vormittag brannte es in unmittelbarer Nähe - aber ebenfalls nur zu Schauzwecken: Dort brachten die Einsatzkräfte das Feuer in einem landwirtschaftlichen Gebäude unter Kontrolle. Fast ebenso viele Mitglieder wie im aktiven Teil mit seinen 75 Männern und Frauen zählt seit gestern der Förderverein der Ortsfeuerwehr. Dessen Vorsitzender Stephan Bruns freute sich über gleich fünf Beitrittserklärungen. "Wir hoffen, im April zu unserem einjährigen Bestehen 100 Beitragszahler zu haben - und auf Dauer mehr Ein- als Austritte verzeichnen zu können." Aber angesichts der erschwinglichen zwölf Euro jährlich sollte Bruns optimistisch bleiben. Wenn dann noch das gelungene Logo der Förderer seinen letzten Schliff bekommt, fallen sie noch mehr in der Öffentlichkeit auf. Am Nachmittag kürte Stephan Bruns den Entwurf von Kay-Simon Sommerfeld und Benjamin Kalisch zum Sieger im internen Wettbewerb der Schülerfirma "the freaky freestyle art" von der Haupt- und Realschule Harpstedt. Ebenfalls als Gewinner verließ Wolfgang Ziball aus Dünsen den Schautag: Martina Hundt von der benachbarten "HÖRSTUBE" überreichte ihm einen Infrarot-Hörer. Diesen und drei weitere Preise hatte sie in einem Gewinnspiel zur "Woche des Hörens" ausgelobt. Den von ihr um 100 Euro auf 200 Euro aufgestockten Erlös überreichte die Chefin in Scheck-Form gestern ebenfalls - an den Fördervereinsvorsitzenden Bruns. Auch an den umliegenden Ständen klingelten die Kassen: Bratwurst, Nackensteaks, selbst gebackener Kuchen und kühle Getränke gingen weg wie geschnitten Brot. Beim Verkauf erwiesen sich die Mitglieder der Altersabteilung laut Hormann wieder als "unentbehrliche Unterstützer". Dicht umlagert blieb zudem der Info-Stand, an dem die Brandschützer für die erschwinglichen Rauchmelder warben - leicht zu installieren und lebensrettend. "Wir hatten ja mal einen Fall, in dem diese Melder einem Ehepaar das Leben retteten", erinnerte Hormann. "Wenn man ein teures Haus baut, sollten doch zwei oder drei Geräte für zusammen 60 Euro auch noch drin sein..." Als Beitrag zur eigenen Sicherheit haben die Harpstedter Feuerwehrleute eine "Flashover-Box" gebaut, in der die Aktiven das richtige Verhalten zum Vermeiden von Rauchgasentzündungen trainieren. Auch gestern zeigten sie, wie gefährlich das ungestüme öffnen der Tür eines verqualmten Raums sein kann. Ebenfalls mit schwerem Gerät rückten die Besatzungen des Rüstwagens und Tanklöschfahrzeugs zu bereits eingangs geschildertem Unfallszenario aus: Unter der Leitung von Nico Sparkuhl sicherten die Männer die Unfallwracks ab, befreiten einen "verletzten" Fahrer ohne technische Hilfsmittel und schnitten das Dach des anderen Wagens mit der Hydraulik-Schere ab, um den "Eingeklemmten" retten zu können. Auch der Spreizer bewährte sich beim Auseinanderziehen des verformten Metalls. Am Ende der Darstellung gab's donnernden Applaus von den mehr als 150 Bürgern und Fachleuten: "Alles hat super geklappt", lobte Ortsbrandmeister Hormann. Damit meinte er auch den ganzen Tag: "Wir hatten sehr viele Leute zu Besuch, die nun sicher mehr über unseren Alltag wissen." |
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Text: Kreiszeitung Redaktion Wildeshausen (ck) Bilder: Feuerwehr Harpstedt |
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Das war unser Programmablauf:

- Schaulustige waren gern gesehen -

Simulation einer "Fett-Explosion"
Harpstedt , den 9. Oktober 2005
Am Sonntag den 9. Oktober präsentierte sich die Freiwillige Feuerwehr Harpstedt den Bürgern mit einem „Tag der Offenen Tür“.
Anlass war die Renovierung des in 1975 gebauten Feuerwehrhauses. Einige Sanitärteile, die Küche und die Bestuhlung zeigten auf Grund des Alters schon starke Abnutzungserscheinungen. Die einzelnen Reparaturen waren auf Dauer nicht mehr wirtschaftlich durchzuführen. Deshalb wurde im Feuerwehrkommando beschlossen, dass eine Sanierung des Sozialtraktes und eine Umgestaltung des Flachdachgebäudes durch eine Attika durchgeführt werden sollte. Wegen der angespannten Haushaltslage der Samtgemeinde, dem Eigentümer des Feuerwehrgebäudes konnte aber noch nicht an die Sanierung gedacht werden.
Um die Arbeiten dennoch durchführen zu können, wurde ein Antrag auf Unterstützung an den Flecken Harpstedt gestellt. Nach einer gemeinsamen Besichtigung des Feuerwehrhauses durch die Fleckensratsmitglieder wurde der Feuerwehr das notwendige Budget im Fleckenhaushalt bereitgestellt. Diese Entscheidung fiel unbürokratisch und mit parteiübergreifender Einstimmigkeit. Seitens der Feuerwehr waren wir bereit, uns durch Eigenleistungen sehr stark einzubringen um die Gesamtkosten möglichst gering zu halten.
Die Arbeiten wurde Anfang 2005 begonnen und zogen sich bis zu den Sommerferien hin, da auch zwischendurch noch Schwachstellen gefunden wurden, die im Zuge der Baumaßnahmen mit ausgeführt werden mussten.
Unser ganz besonderer Dank gilt den beteiligten Harpstedter Firmen und einigen Einzelpersonen, die ihre Arbeitsleistung zum Teil unentgeltlich bzw. nur im notwendigen Maß in Rechnung gestellt haben.
Bei einer kleinen Feier am vergangenen Sonnabend bestand für die Ratsmitglieder und Sponsoren bereits die Möglichkeit das Gebäude detailliert zu besichtigen. Für alle Bürger stand die Feuerwehr nun beim Tag der offenen Tür gerne für Informationen bereit.
Das war unser Programmablauf:
11.00 Uhr
Begin des Tagesprogramms mit Einweihung eines neuen Schlauchwagens (SW 1000) durch den Landrat Frank Eger. Der Schlauchwagen gehört dem Landkreis, wird aber bei der Feuerwehr Harpstedt stationiert, für Einsätze und steht im Samtgemeindegebiet bzw. im Kreisgebiet zur Verfügung. Der vorherige Schlauchwagen aus dem Jahr 1979 war abgängig und musste ersetzt werden.
ca. 11.45 Uhr Schauübung Brandbekämpfung
Vorgeführt wurde eine Übung mit sämtlichen Einsatzfahrzeugen der Harpstedter Feuerwehr.
Angenommen war ein Brand bei der alten Post im Mühlenweg. Es sollte sich um einen Schwelbrand im ehemaligen Schalterraum des Gebäudes handeln, der aus Unachtsamkeit, bei Arbeiten mit einer Propangasheizung von Angestellten der Post verursacht wurde und sich auf das Post-Verteilzentrum auszubreiten drohte. Zusätzlich wurden Personen vermisst.
Die Zuschauer konnten dem Werdegang eines Feuerwehreinsatzes von der Alarmierung und der Vorbereitung am Feuerwehrhaus bis zum Ausrücken beobachten. Danach kann dann über einen kurzen Fußmarsch in Richtung Post dem Eintreffen der Fahrzeuge und der Menschenrettung beigewohnt werden. Unterstützung bei der Menschenrettung erhalten wir von den Maltesern, die sich ebenfalls den gesamten Tag über bei der Feuerwehr präsentieren. Neben der Menschenrettung wird auch die brandtechnisch notwendige Wasserversorgungsleitung mittels des neuen Schlauchwagens vorgeführt. Weitere feuerwehrtechnische Einzelheiten, wie die Aufstellung einer Schlauchbrücke und die Verkehrssicherung sind in der Übung integriert.
Nach dem Abrücken von der Einsatzstelle ist der Feuerwehreinsatz bei der Übung, aber auch im Ernstfall, noch lange nicht abgeschlossen. Wir wollen Ihnen die Gelegenheit geben und zeigen was nach dem Einsatz beim Wiedereintreffen im Feuerwehrhaus noch alles erledigt werden muss.
Es ist wichtig, dass alle Fahrzeuge sofort wieder einsatzbereit gemacht werden, denn beim nächsten Ernstfall könnten auch Sie schon betroffen sein!
ca. 14.45 Uhr Schauübung Hilfeleistungseinsatz

Hilfeleistungsübung auf der Kreuzung ALDI/Inkoop
Vorgeführt wurde eine Übung mit vier Einsatzfahrzeugen der Harpstedter Feuerwehr.
Bei dieser Übung wurde ein Verkehrsunfall im Bereich der Kreuzung Junkernkamp/ Lindenstraße dargestellt. Wegen Missachtung der Vorfahrfahrtsregelung sollte sich ein schwerer Verkehrsunfall ereignet haben, bei dem der Fahrer des vorfahrtberechtigten Fahrzeuges in seinem Fahrzeug eingeklemmt worden war und von der Feuerwehr befreit werden musste. Diese Übung wurde ebenfalls von den Maltesern begleitet.
Dem Einsatzbeginn und Einsatzende konnte wiederum beim Feuerwehrhaus beigewohnt werden, um sich ein Bild von unseren Arbeiten bei der Feuerwehr zu machen.
Für Erklärungen zu den beiden Übungen standen die jeweiligen Einsatzleiter vor Ort nach dem Übungsende gerne zur Verfügung.
Ausgearbeitet wurden die beiden Übungen von den Zugführern Eric Hormann und Nico Sparkuhl mit Unterstützung ihrer Gruppenführer und den eingesetzten Feuerwehrkameraden.
Während des gesamten Tages gab es
- Mittags werden Köstlichkeiten vom Grill angeboten und nachmittags gibt es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.
- Glücksraddrehen mit attraktiven Gewinnen von unseren Sponsoren.
- Besichtigung der neugestalteten Räumlichkeiten mit Erklärungen.
- Besichtigung der Feuerwehrfahrzeuge mit Erklärungen und Vorführungen an einem verunfallten Fahrzeug mit unseren Rettungsgerät.
- Vorführung von Rauchmeldern und Feuerlöschern
- Vorführung an einer „Flash-Over-Box“ bei der Sie sich die Gefährlichkeit einer Durchzündung ansehen können.

Vorführung mit der "Flash-Over-Box"
Die Jugendfeuerwehr präsentierte sich in Ihren Räumlichkeiten und bot einen Einblick in ihre Aufgaben sowie das Lagerleben bei den Sommercamps der Feuerwehren.
Weiterhin wurden Spiele für unsere kleinen Besucher angeboten.
Der Jugendspielmannszug gab den Tag über einige Stücke aus ihrem Repertoire.
Für Interessierte bestand die Möglichkeit selbst ein Instrument auszuprobieren.
Bilder und Text: Jürgen Wachendorf